Der Heissluftballon wurde von den Brüdern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier erfunden. Aus der Beobachtung, dass Rauch nach oben steigt, schlossen sie, dass Rauch, in einem leichten Behälter verpackt, den ganzen Behälter nach oben ziehen müsste. Sie gingen irrtümlich davon aus, ein neues, leichtes Gas entdeckt zu haben.
Die Montgolfier Brüder Jaçques Etienne and Joseph Michel starteten einen Ballon aus Papier und Stoffen. Louis XVI hatte jedoch angeordnet, dass der Erstflug mit Tieren vonstatten gehen sollte. Daher starteten am 19. September 1783 ein Hammel, eine Ente und ein Hahn und waren somit die ersten lebenden Passagiere der Heissluftballonfahrt.
Nun sollten die ersten Menschen in den Himmel aufsteigen. Da man sich noch nicht sicher war, ob es dort oben wirklich genug Luft zum leben gab, wurden zum Tode verurteilte Gefangene für die erste bemannte Ballonfahrt ausgesucht. Der Pariser Adel intervenierte aber heftig gegen diese Entscheidung und vertrat die Auffassung, dass sich niemand über Adlige erheben darf. Daher starteten am 21. November 1783 aus den Schlossanlagen von Versailles zwei Adelige zur ersten Ballonfahrt: als Passagier der Gardeoffizier Marquis Françoise d'Arlandes und als Pilot der Luftfahrtpionier Jean-François Pilâtre de Rozier.
Die Fahrt verlief ruhig und führte über ganz Paris hinweg. Ca. 12 km vom Startplatz entfernt landeten beide auf dem Butte aux Cailles in einem Weingarten. Die verängstigten Weinbauern wurden mit Champagner besänftigt und zur gleichen Zeit wurde der Flug damit zelebriert. Diese Tradition hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten!
König Ludwig XIV. war von der Eroberung des Luftmeeres so fasziniert, dass er ein Gesetz erliess, welches das Ballonfahren fortan nur dem Adel erlaubte bzw. alle Ballonfahrer in den Adelsstand zu erheben sind. Daher werden alle, die das erste Mal in einem Ballon gefahren sind, vom Piloten in den Adelsstand erhoben und erhalten einen Adelstitel "Taufnamen" und die Zeremonie wird mit Champagner abgerundet.
Einerseits ist der Ballon, sei es ein Heissluft- als auch ein Gasballon, ein Aerostat. Er bewegt sich also im Gegensatz zum Flugzeug oder Hubschrauber nach den Gesetzen der Aerostatik. Das grundlegende Prinzip ist "leichter als Luft". In der Hülle des Heissluftballons hat die erwärmte Luft eine geringere Dichte als die Umgebungsluft. Sprich die heisse Luft im Ballon ist leichter als die Luft ausserhalb der Hülle. Beim Gasballon befindet sich ebenfalls in der (nebenbei viel dickeren Gummi-) Hülle ein Gas geringerer Dichte. Diese Funktionsweise hat ihre Grundlage in der Theorie der Aerostatik, die nach einem Satz des Archimedes (287-212 v. Christus) definiert ist. Noch heute sagen die Physiker also "alles was leichter ist als Luft, fährt".
Das gilt allerdings auch für Zeppeline. Soviel erst einmal zur trockenen Physik. Wer sich weiter dafür interessiert, möchte doch bitte unter Archimedes in einem Nachschlagewerk für Physik nachschlagen.
Dann gibt es noch einen anderen Grund, warum ein Ballon nicht fliegt. Die ersten Ballonfahrer, bzw. die Erfinder des ersten Ballons, die Gebrüder Montgolfiere, sagten schon damals im Jahre 1783, dass sie in das Luftmeer entschweben. Und da die Seefahrer im (Wasser-) Meer fahren, fahren Ballone im Luftmeer. So übernahmen sie die "Regeln" der Seefahrt.
Und dann sind da noch einige Wortspiele. Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass oftmals von der Luftfahrt gesprochen wird? Die Piloten haben einen Luftfahrerschein und in Bern ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt.
Der letzte und auch plausibelste Grund fürs Ballonfahren: Wenn Sie einmal selbst Ballon gefahren sind, merken Sie, dass es ein fahren, ein schweben, ein dahingleiten ist. Die Erde bewegt sich langsam unter einem, doch von der Hektik, dem Krach und der Geschwindigkeit des Fliegens ist man weit entfernt.
Zum Abschluss nun noch einen kleinen Wehmutstropfen: nur in der deutschsprachigen Welt wird von Fahren geredet, im englischen wird geflogen (to fly). Hier heisst es fly balloon, ballooning oder make a balloonride.
Quelle siehe bei Wikipedia und anderen.
Als Start- sowie auch als Landeort zirkulieren übrigens verschiedenste Versionen:
• Die Fahrt begann im Garten des Château de la Muette in Passy und endete nach einer 25-minütigen Fahrt über die Seine hinweg nach etwa zehn Kilometern in Gentilly, etwa vier Kilometer entfernt vom Zentrum der französischen Hauptstadt Paris, oder
• der Ballon war in Paris gestartet und landete nach einer Strecke von 12 Kilometern auf der Butte aux Cailles, er schwebte zwischen den heutigen Strassen rue Bobillot und rue Vandrezanne zu Boden, oder auch
• startet der erste bemannte Heissluftballon aus dem Bois de Boulogne in Paris. Die Fahrt dauert nur 25 Min, die Landung verläuft sanft «vor den Toren der Stadt»,
• und andere.