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Eine Ballonfahrt ist immer ein Abenteuer und nicht vergleichbar mit einer Flugreise. Man fährt mit dem Wind und
spürt daher keinen Fahrtwind. Man ist buchstäblich Wind und Wetter ausgesetzt. Man weiss jedoch beim Start
noch nicht, wo man landen wird. Nur die ungefähre Fahrtrichtung und geschätzte Distanz ist bekannt.
Gelenkt wird mit der Wahl der Flughöhe und damit dem Erreichen einer anderen Luftströmung resp. Strömungsrichtung.
Dazu erhöht man die Lufttemperatur innerhalb der Hülle mit dem Brenner, oder aber man lässt sie Abkühlen und wartet
mit "heizen", bis die gewünschte Sinkgeschwindigkeit erreicht worden ist.
Ballonfahrten sind Witterungsabhängig. Im Sommer kann daher in der Regel nur am frühen Morgen oder frühen Abend
gefahren werden, da ansonsten die thermischen Bedingungen zu ungünstig sein können. Während den kühleren Monaten
wie im Winter oder Anfangs Frühling können auch Fahrten tagsüber stattfinden.
Auch wenn man nicht schwindelfrei ist, oder sogar Höhenangst hat, kann man ohne Bedenken ballonfahren.
Das Gefühl und die Eindrücke im Ballonkorb sind nicht mit denen auf einer Leiter oder einem Turm zu vergleichen.
Schwindelgefühl hängt mit der direkten Erdberührung zusammen, die wir mit einem Ballon nicht haben.
Doch alles der Reihe nach.
Treffpunkt
Je nach Wetter und Verfügbarkeit wird ein Termin sowie ein Treffpunkt vereinbart. Von dort fährt man gemeinsam zum
Startplatz, welcher abhängig von Wetter und Umwelt gewählt wird.
Startplatz
Der Startplatz sollte eine grosse Wiese (ca. 70 x 70 Meter) und frei von Hindernissen sein. Ebenfalls benötigt
wird eine Genehmigung des Grundstückeigentümers.
Am Startplatz wird der Ballon ausgepackt und mit Hilfe der Passagiere aufgestellt.
Die Ballonfahrer sprechen hier vom "Aufrüsten". Nach der
üblichen Sicherheitseinweisung der Passagiere und den Kontrollen des Ballons kann in den Korb eingestiegen werden.
Nun wird mit dem Brenner kräftig "eingeheitzt" und der Ballon hebt sanft vom Boden ab.
Die Fahrt
Die Fahrt dauert je nach Wetter und Beladung zwischen ein und zwei Stunden. Die Nachfahrer folgen dem Ballon
mit dem Anhänger auf der Strasse, daher übrigens auch der Name "Nachfahrer" oder "Verfolger".
Gegen Ende der Fahrt hält die
Pilotin Ausschau nach einer geeigneten Landemöglichkeit. So soll wenn möglich eine gemähte Wiese, erschlossen mit
Zufahrtswegen für die Nachfahrer, gefunden werden.
Nach der Landung
Unmittelbar nach der Landung bleiben alle vorerst im Korb. Dabei wird der Ballon am Boden gehalten und die Hülle kann
gemächlich abgekühlt werden.
Nach einigen Minuten können die Passagiere aussteigen, mit Hilfe der Passagiere und Nachfahrer wird der Ballon
zusammengelegt. Hier spricht der Fachmann wiederum vom "Abbau".
Anschliessend fährt man gemeinsam zum ursprünglichen Treffpunkt zurück. Insgesamt müssen Sie 4 bis 5 Stunden Zeit
mitbringen. Da lohnt sich auch das frühe Aufstehen.
Kleidung
Auch wenn man keinen Fahrtwind spürt und der Brenner zusätzlich Wärme abgibt, ist eine gute Jacke und im Winter
Handschuhe und Kopfbedeckung zu empfehlen. Auf jeden Fall jedoch sollte sportliche Kleidung und gutes,
knöchelbedeckendes Schuhwerk wie zum Beispiel Wanderschuhe und lange Hosen gewählt werden.
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